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Ein Jahr im Weinberg


Blick über Kriegsheim


Januar/Februar (Rebschnitt)

Die Arbeit im Weinberg beginnt bereits Anfang des Jahres mit dem Rebschnitt. Dabei wird altes Holz weggeschnitten und somit die spätere Weinqualität entscheidend beeinflusst. Die Anzahl und Länge der Ruten pro Stock spielen dabei eine wichtige Rolle. Nach dem Rebschnitt bleiben meist nur eine längere oder zwei kürzere Ruten übrig.

März/April (Anbinden)

Im Frühjahr ist im Weinberg Hochsaison. Die verbliebenen Triebe werden in der gewünschten Form an einem Draht festgebunden. Mit dieser Stabilisierung werden die Triebe ausgewogen mit Nährstoffen versorgt. 

Mai-August (Spritzen)

Um den Rebstock vor Schädlingen und diversen Krankheiten zu schützen ist der Einsatz von Spritzmitteln fast unumgänglich. Um die Trauben gesund zu erhalten, sind in der Vegetationsperiode je nach Witterungsverlauf vier bis sieben Spritzungen notwendig.

 Juni (Ausbrechen)

Nach der Blüte der Reben beginnt für den Winzer wieder eine intensive Arbeitsphase. Durch Ausbrechen oder Ausgeizen unerwünschter Triebe wird der wuchs gefördert und die Qualität verbessert.

 Juni-August (Heften)

In dieser Zeit wächst eine starke Laubwand im Weinberg heran. Sie wird zumeist durch Heften der Rebtriebe in Form gehalten. Unter heften versteht man das Befestigen der Triebe an der Unterstützungsvorrichtung. Außerdem werden durch den Laubschnitt Blätter entfernt um die Lichteinwirkung auf die Trauben zu verbessern. Der Laubschnitt erfolgt mechanisch, mit ihm wird auch die Wuchshöhe der Reben reguliert.

 Juli/August (Ausdünnen)

Auch im Juli bis Anfang August gibt es die Möglichkeit, Ertrag und Güte der Trauben zu beeinflussen. Durch Ausdünnen, d. h. durch Entfernen einiger Beeren wird alle Kraft im Rebstock auf die verbleibenden Trauben gelenkt. Ab Mitte August reifen die Trauben heran, werden größer und durch starke Zuckerbildung auch süßer

 September/Oktober (Traubenlese)

Je nach Reife der Trauben kann mit der Weinlese begonnen werden. Die Winzer bestimmen größtenteils diesen Zeitpunkt selbst. Der Reifezustand wird mit einem Oechslemesser (Refraktormeter) gemessen.

 

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